Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte Karlshorsts
Erst arm, dann reich – Das Prinzenviertel entsteht
Erst nach dem Bau der Niederschlesisch-Märkischen Eisenbahn 1842 begann die Besiedlung des Terrains, 1895 wurde Karlshorst offiziell zur Wohnkolonie erklärt. Ursprünglich ging diese Siedlung auf das Sozialengagement adeliger Familien zurück, welche die Auswirkungen der Wohnungsnot im steinernen Berlin lindern wollten. Diese Idee wurde später jedoch zugunsten einer “Colonie für besser situierte Leute” verworfen und es wurden die repräsentativen Stadtvillen gebaut, die zum großen Teil heute noch erhalten sind. Die Villenkolonie stieg zu einem der beliebtesten Vororte Berlins auf und wurde auch “Dahlem des Ostens” genannt.